Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Forum „Expert in Passive Orthodontics“

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Kongress für Kieferorthopädie
Dateinummer: 37911989 | Urheber: Robert Przybysz | Quelle: 123rf

Im Oktober fand in München das zweite Modul einer der wichtigsten Veranstaltung für Kieferorthopäden in Deutschland statt. Mit 120 Teilnehmern war der zweitägige Kurs ausgebucht. Bereits in der ersten Hälfte diesen Jahres hat das Modul des Forums stattgefunden. Diese Verantsaltung war laut der teilnehmenden Experten sehr erfolgreich.

Das Organisationsteam

Die Hauptorganisation wurde von zwei Referenten übernommen: Dr. David Birnie aus England und Dr. Elizabeth Menzel aus Deutschland. Sie bekamen Unterstützung von der Firma Ormco. Man setzte auf den Aufbau vier verschiedener Stufen.

Dadurch sollten die Teilnehmer verschiedene Bereiche des Expertenwissens erreichen. Dieser Hauptidee wurde zudem die Auswahl an Themen untergeordnet.

Die Themen des ersten Tages

Bereits am ersten Tag ging es ins Konkrete mit Themen wie Malokklusionen der II-Klasse. Schwerpunkte der Besprechungen waren zudem die Torque – Verständnis und Einsatz. Weitere Themen waren die Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen und die Bisssprerrung. Am ersten Tag des Kurses war auch die Ätiologie ein sehr wichtiges Thema. Besprochen hat man ebenso Angle-Klasse II, Ihre Symptomatik und Diagnostik. Tiefer gehend wurden die Unterschiede zwischen skelettaler Klasse II und der dentoalveolären besprochen. Die Teilnehmer lernten auch wesentlich mehr von den Klassifikationen II/1 und II/2. Bei beiden handelt es sich um spezifische Probleme der Schneidezähne. Im ersten Fall hat man es mit Protrusion, und im zweiten – mit Stillstand, auch Deckbiss genannt, zu tun. Einen wesentlichen Teil der Besprechungen machten ebenfalls der Ausgangsbefund und die altersbedingten Veränderungen aus.

Die spezifischen Fragen rund um Torque

Wie schon am Anfang erwähnt, wurde Torque zu einem der Hauptthemen des zweitägigen Forums. Am ersten Kurstag diskutierten die verschiedenen Experten seine Definition, sowie seine Rolle in der Therapie der Klasse II. Aus einer ähnlichen Perspektive besprach man ebenfalls die axiale Inklination. Es wurde die Bedeutung der Kontrolle der Inzisiven des Unterkiefers, sowie des Eckzahnes betont. Zudem wurde auf eine Reihe von weiteren spezifischen Fragen um dieses Hauptthema herum, eingegangen. Am ersten Kurstag gab es ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen.

Die geeignete Apparatur – ein Hauptthema des zweiten Forumtages

Am zweiten Tag des Forums ging es mit dem Thema Klasse II-Korrektur weiter. Allerdings handelte es sich dabei mehr um die verschiedenen Variationen. Bei den Behandlungsgeräten ging es um die praktischen Unterschiede zwischen Festsitzenden und Herausnehmbaren. Diese hat man unter anderem anhand von realistischen Fallbeispielen erklärt. Insbesondere nutze man die Arbeit mit der Apparatur AdvanSync™ 2 als Basis für die praktischen Erklärungen. Sie ist speziell für die Arbeiten bei Klasse II-Korrekturen geeignet.

Passend ist sie vor allem fürs spätere Wechselgebiss. Diese Apparatur ist ein Beispiel für das sogenannte Non-Compliance-Design. Wie der Name auf Englisch schon sagt, ist die Mitarbeit der Behandelnden nicht unbedingt notwendig. Gleichzeitig ist damit eine Multibehandlung möglich. Das verkürzt die allgemein benötigte Zeit und die Therapie kann innerhalb einer Phase abgeschlossen werden.

So kann man eine Okklusion der Klasse I innerhalb von einer sehr kurzen Frist realisieren.

Erwachsene und Jugendliche

Die Klasse II-Therapie verläuft ziemlich unterschiedlich je nachdem, ob man es mit einer Behandlung von Jugendlichen oder Erwachsenen zu tun hat. Die wesentlichen Unterschiede waren ein wichtiger Teil der Besprechungen des zweiten Kurstages. Besonders interessant war die Analyse der Grenzfälle, also dieser, bei denen man zwischen den beiden Gruppen etwas schwieriger unterscheiden kann. Ausschlaggebende Fragen waren ebenso das Wachstum in vertikaler Richtung und die Stabilität.

Auch in diesem Teil des Forums arbeitete man mit konkreten Beispielen aus der Praxis. Am Ende gab es wieder genügend Zeit für Fragen an die Referenten und Diskussionen.

Die neuen Termine für „Expert in Passive Orthodontics“ stehen schon fest. Diese sind im Mai und Oktober 2018.

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