Studie bietet einen Ausblick auf das Profil des Zahnarztberufes im Jahr 2030

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Prognosen für den Zahnraztberuf im Jahr 2030
Dateinummer: 20459537 | Urheber: Chatchai Sangsri | Quelle: 123rf

Eine Studie unter Zahnärzten hat gezeigt, was sie über die Entwicklung ihres Berufes in den nächsten 10 bis 15 Jahre denken. Die Untersuchung wurde von der ApoBank und Forsa durchgeführt. Aspekte bei der Umfrage waren die Modelle der Arbeit, die Perspektiven, die sich durch die Digitalisierung eröffnen, die Verhältnisse zwischen Patienten und Zahnärzten, sowie das Empfinden vom Arbeitsumfeld im Allgemeinen.

Die Teilnehmer

In der Studie wurden ungefähr 400 Teilnehmer eingeschlossen. Etwa ein Viertel davon war im Alter zwischen 20 und 44. Sie hatten zwischen drei und neun Jahren Berufserfahrung. Die Teilnehmer mussten die folgende Frage beantworten: „Wie werden sich aus Ihrer Sicht die Rolle und das Ansehen Ihres Heilberufs im Jahr 2030 entwickeln?“. Auf diese Frage gab es bereits einige formulierte Antworten: Diesen sollten die Befragten zustimmen oder sie verneinen. Es hat sich erwiesen, dass mehr als 80% die Meinung teilen, dass die Zahnärzte als Dienstleister wahrgenommen werden. Fast 80% denken, dass die Patienten mehr Verständnis für die menschliche Seite der Zahnärzte haben sollen. Sie dürfen nämlich von den Zahnärzten keine allzu großen Wunder erwarten. Knapp 60% denken, dass es in Ordnung ist, wenn nicht pharmazeutisches Personal mehr Leistungen der Heilberufe als bisher übernehmen. Diese Meinung ist in anderen Berufsgruppen aus dem heilmedizinischen Bereich wesentlich populärer. Mehr als 80% der Fachärzte und der Humanmediziner stimmen ihr zu.

Verhältnis zwischen Arzt und Patienten

Über 90% der Zahnärzte sind der Meinung, dass 2030 die Patienten viel höhere Ansprüche haben werden. Sie werden auch viel informierter sein und dadurch die Methoden und Therapien ständig hinterfragen. Also werden Patienten bei der Auswahl dieser auch eine viel größere Rolle spielen. Patienten werden 2030 zudem zahlungsfähiger, glaubt man. Schließlich sind Zahnärzte dafür optimistisch, dass ihre Leistung von den Patienten im ca. 13 Jahre viel höher geschätzt wird als bisher.

Berufliches Umfeld

Hier herrscht eine große Einheit über die Bedeutung der Spezialisierung. Laut mehr als 90% der Befragten wird es beim Erfolg genau darauf ankommen. Darüber hinaus glaubt man, die Zukunft würde den privaten Investoren und der Kettenkonzepte gehören. Davon sind ca. 86% überzeugt. Mehr als 50% glauben, dass sich das Niveau der Versorgungsleistung steigern wird. Also herrscht im Allgemeinen diesbezüglich eine sehr optimistische Einstellung, besonders wenn man mit den Ergebnissen bei den Allgemeinmedizinern vergleicht. Mit einer steigenden Qualität der Versorgungsleistungen rechnen hier nur ca. 27%.

Digitalisierung

Knapp 90% der Befragten sind der Meinung, dass die Digitalisierung dem Zahnarztberuf in Zukunft großen Nutzen bringen wird. Mit revolutionären Leistungen in diesem Bereich rechnen ca. 40% der Befragten. Fast alle sind sich einig, dass die digitalisierte Diagnostik zum Standard wird. Das gilt laut vieler auch für die elektronischen Apotheken, Abrechnungen und Rezepte.

Berufsausübungsmodell

Der typische Zahnarzt wird 2030 selbständig sein und in einer Berufsgemeinschaft arbeiten – ungefähr ein Viertel der heutigen Zahnärzte finden diese Perspektive am attraktivsten. Am wenigsten interessant findet man die Arbeit in einem Krankenhaus oder den Einsatz in der Forschung. Knapp über 60% der Frauen würden Teilzeit und mehr als 70% der Männer Vollzeit arbeiten.
Schließlich wurde man innerhalb der Studie auch nach dem Einkommenswunsch gefragt. Die Erwartungen hierfür gehen ziemlich weit auseinander: Sie liegen zwischen 60.000€ und 200.000€.

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