Genetische Techniken spielen eine wesentliche Rolle für die künftige Entwicklung der Dentalmedizin

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Genetik und Zahngesundheit
Dateinummer: 43828489 | Urheber: ktsdesign | Quelle: 123rf

In einer nicht so weiten Zukunft sollte die Untersuchung bei einem Zahnarzt unter anderem die genetischen Faktoren berücksichtigen. Ob sie in Erwägung gezogen werden oder nicht, ist von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Prophylaxe und Heilung. Zumindest ist das die Meinung einiger Forscher der University of Adelaide’s School of Dentistry. Die Ergebnisse aus ihrer Arbeit wurden im australian Dental Journal veröffentlicht. Dort beschreiben sie die gegenwärtige und künftige Benutzung von epigenetischen Daten.

Am 6. März, anlässlich des Tages des Zahnarztes, äußerte sich der Co- Autor und Professor Hughes zu diesem Thema. Er behauptet, dass die epigenetischen Daten sehr viel zur zukünftigen Dentalmedizin beizutragen haben. Er verglich unsere DNA mit einem Orchester. Es sind alle Elemente enthalten, die wir für unser Funktionieren benötigen.

Der epigenetische Kode ist wiederum eine Art Dirigent. Er bestimmt, welches Instrument spielen und welches still stehen muss. Oder wie dieses in einem gewissen Augenblick antworten soll. Im Falle der Mundgesundheit kann der epigenetische Kode bestimmen, ob sich unser Mund zu einem gesunden oder ungesunden Zustand entwickelt. Die Ergebnisse sind eine Antwort auf die gegenwärtige Umgebung. Z.B. spielt das Level der Mundbakterien eine sehr wichtige Rolle. Dadurch reguliert man, welche Gene aktiv und welche im Stillstand sein sollten. Nach diesem Kriterium können wir den aktuellen Bereich der eigenen Gesundheit bestimmen. Es wäre wahrscheinlich möglich, das Verhalten von unseren Genen zu steuern.

Das Forscherteam

Der zitierte Professor Hughes ist nur einer von dem Team der University of Adelaide. Innerhalb der Studie wurden genetische und umweltfreundliche Einflüsse auf die Entwicklung der Zähne und der oralen Gesundheit in Betracht gezogen. Er bezeichnet die umfassende Untersuchung Human Genome Project aus dem Jahre 2007 als Schlüsselmoment in der Geschichte der Wahrnehmung der Rolle vom epigenetischen Kode.

Die Zahnmedizin kann ebenfalls stark aus Untersuchungen in diesem Bereich profitieren. Es eröffnen sich wahrscheinlich sehr viele neue Möglichkeiten für Diagnostizierung, Behandlung und Prophylaxe. Wir wissen Bescheid, dass unsere Genome eine ausschlaggebende Rolle für unsere Mundgesundheit spielen. Außerdem sind wir uns darüber bewusst, dass man ein epigenetisches Profil von Patienten entwickeln kann. Diese drei Faktoren könnten als Säulen für eine persönliche Zahnarztbehandlung dienen.

Mit dem epigenetischen Profil können ebenso viele Entzündungen und Probleme mit dem Immunsystem besser behandelt werden. Sie könnten möglicherweise zu Parodontitis und Zahnverlust führen. Das hat eben so etwas mit der Entwicklung und dem Fortschreiten von Mundkrebs zu tun.

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