Spannende Studie über die psychologische Auswirkung von Kinderkaries auf die Eltern

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Das Thema Kinder-Karies nimmt einen wichtigen Platz unter den auf unserer Internetseite veröffentlichten Informationen ein. Wir sprechen gerne Themen wie die Auswirkung der frühen Karies auf die spätere Entwicklung der Zähne an. Weiterhin haben wir uns damit beschäftigt, wie diese das Selbstbewusstsein der Kleinen und ihre eigene Weiterentwicklung beeinflusst. Von der Verantwortung der Eltern, bzw. des Mangels von dieser war ebenso die Rede. Was passiert aber, wenn die Eltern alles nach den vorgeschriebenen Regeln machen und es trotzdem zu Zahnkaries kommt? Kann es sein, dass sie aus diesem Grund unnötig Schuldgefühle und selbst psychologische Probleme entwickeln? Inwieweit ist das ein seriöses Thema und wie sollte man sich dabei verhalten?

Das Thema ECC

Die Verkürzung ECC steht für Early Childhood Caries, also für Frühkaries, der bei ganz jungen Kindern und jugendlichen im Teenageralter erscheint. Das ist ein ganz großes Thema unter den Zahnmedizinern auf der ganzen Welt. Viele Studien wurden auf diesem Gebiet durchgeführt und man hat wesentliche Erfolge bei der Erforschung der Ursachen. Somit haben wir eine verbesserte Prophylaxe aus den letzten Jahren und viel weniger Fälle von diesem gesundheitlichen Zustand. Nichtsdestotrotz hat man immer noch viel zu tun in dieser Richtung. Die Arbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Teil davon. Allerdings muss man damit rechnen, dass man diese durch zu komplizierte Botschaften und Informationen überflüssig unter Stress setzen kann. Wenn man das Gefühl vermittelt, man könnte immer Karies vermeiden, dann empfinden die Eltern starke Schuldgefühle, wenn es denn noch dazu kommt. Was ist also zu tun?

Gemeinsame schweizerisch-brasilianische Studie

Das Thema über die Schuldgefühle der Eltern von Kindern mit Karies wurde von einem internationalen Forschungsthemen untersucht. Daran nahmen Wissenschaftler aus der Universität in Sao Paulo in Brasilien und der Uni Bern teil. Zum Zweck der Studie untersuchte man an verschiedenen Stellen Kinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren. Ihre Eltern sollten im Rahmen eines Fragebogens unterschiedliche Fragen beantworten. 25 % davon haben offen zugegeben, dass sie Schuldgefühle deswegen haben, dass sie die Karies an den Zähnen ihrer Eltern nicht vermeiden konnten. In ungefähr ein Drittel der Fälle waren eigentlich die Kinder totall gesund. Also gab es überhaupt keinen Grund für Schuldgefühle.
Daraus schloss man, dass diese sehr oft auch eine falsche Vorstellung vom gesundheitlichen Zustand ihrer Kinder haben. In diesem Fall ging es nur um die Zähne, aber in vielen anderen – und in allgemeinem gesundheitlichen Zustand.

Konkreter gesagt, man unterschätze die eigene Fähigkeiten, Probleme auf diesem Gebiet zu erkennen und rechtzeitig etwas zu unternehmen. Diese Annahme lässt sich ebenfalls durch weitere Nachweisen bestättigen. Denn nach der Einschätzung des Forschungsteams hatten die meisten Eltern ausreichende Kenntnisse über den zahngesundheitlichen Zustand ihrer Nachkommen.

Die meisten Eltern haben das Beste für ihre Kinder gemacht und es sind außer ihrer Kraft stehende Faktoren, die zu Karies geführt haben. Die Forscher aus dem Team sind sich einig, dass die Schuldgefühle über die Gesundheit der eigenen Kinder in allen sozialen Gruppen gleich verteilt sind.

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