Was ist MIH und wie kann man es unter Kontrolle halten?

0
819
Dateinummer: 725557 | Urheber: Ali Yahya | Unsplash

Die Abkürzung MIH steht für Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. Manche Altersgruppen sind häufiger betroffen als andere. In diesen kommt MIH so oft vor, dass es ein größeres Problem als in anderen darstellt. Diese Anomalie betrifft alle Teile der Zahnstruktur. Zuerst beginnt die Entwicklung allerdings am Zahnschmelz. Anhand von vielen Forschungen nimmt man an, dass Probleme im Prozess der Mineralisierung dazu führen. Die umgangssprachliche Bezeichnung von von dieser Krankheit Betroffenen Zähnen lautet „Kreidezähne“. Die beschädigte Struktur macht sie sehr empfindlich. Deswegen empfindet man viel stärker als in anderen Fällen Schmerzen auf einige Reizmittel, die ganz üblich sind. Solche sind so etwa die Kälte, aber auch die hohen Temperaturen.

Die Forschung aus den letzten Jahren

In den letzten Jahrzehnten beschäftigt man sich sehr intensiv mit der Erforschung von dieser Krankheit. Beschrieben wurde sie zum ersten Mal zum Ende der Neunziger. Damals hat man herausgefunden, dass um die 10% der Kinder daran leiden. Besonders verbreitet ist diese Erkrankung unter den Zwölfjährigen. Hier liegt der Prozent bei 30 und manchmal sogar mehr. Also kann man behaupten, dass MIH eine Art Volkskrankheit ist.

Sie scheint mit der Verwendung von Schadstoffen in Massenproduktion etwas zu tun zu haben. Es gibt einige Weichmacher, die ganz besonders daran schuld sein sollen. Es sind solche, die eine breite Anwendung von Lebensmitteln, aber auch in Grundstoffen finden. Vor allem Bisphenol A soll einen starken negativen Einfluss darauf haben. Dies stellte man anhand von diesem Thema gewidmeten Tierversuchen heraus.

Es gibt auch eine Reihe von anderen gesundheitlichen Zuständen und Einflüssen, die als negativer Faktor in Frage kommen und möglicherweise mit MIH in Verbindung stehen. Besonders oft sind von dieser Krankheit schwangere Frauen, an Infektion leidende Patienten und solche, die Antibiotika einnehmen, betroffen. Als Risikofaktor gelten ebenso die Dioxine. Oft sind Personen betroffen, die an verschiedenen Krankheiten leiden, so etwa diese, die mit gesundheitlichen Problemen an den Atemwegen.

Inwieweit beeinträchtigt MIH das Leben der Betroffenen?

Die Nachteile für die an MIH sind einige. Das wesentlichste Problem ist die Veränderung der Zahnstruktur. Da besonders oft die Vorderzähne von dieser Krankheit betroffen sind, kann das das Selbstbewusstsein der Patienten beeinträchtigen. Selbst bei der milderen Form gibt es ziemlich viele Farbveränderungen an den Zähnen. Die gelbliche oder sogar gelbbraune Schattierung ist ebenfalls sehr unangenehm für die Patienten. Kommt es zu schwerwiegenden Zuständen, dann fehlen ganze Teile der Zähne. Abgesehen der ästhetischen Nachteilen, führt diese Krankheit auch zu unangenehmen Empfindungen. Die Zähne werden empfindlich und reagieren unangenehm auf kalte oder heiße Temperaturen. Die betroffenen Patienten haben Schwierigkeiten beim Kauen der Nahrung. Das ist erstens unangenehm und zweitens kann es zu anderen gesundheitlichen Problemen, wie etwa Magen- und Bauchschmerzen führen.

Bisher keine prophylaktischen Mittel

Leider hat man sehr wenig Erfolg in den prophylaktischen Mitteln bisher, was das Bekämpfen von MIH angeht. Allerdings würden die regelmäßigen Zahnarztbesuche zu früheren Diagnostizierung von diesem Zustand beitragen. Dann kann man Einiges unternehmen, um die Zähne zu remineralisieren, die visuellen Folgen zu kaschieren und gegen die unangenehmen Empfindungen etwas zu tun.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here