9 Risikofaktoren für Zahnverlust

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Dateinummer: 48850041 | Urheber: Anna Moskvina | Quelle: 123RF

Die Vermeidung von Zahnverlust liegt zum großen Teil in Ihren Händen. Das Team aus Experten für den Bereich der dentalen Medizin, welches für das Journal of Periodontology arbeitet, hat neun typische Risikofaktoren formuliert.

Beginnen wir mit der kurzen Übersicht:

• Älter als 35 Jahre

• Männlich

• Vermeiden der regelmäßigen prophylaktischen besuchen beim Zahnarzt

• Fehlende Gewohnheiten für die alltägliche Zahn-Pflege

• Diabetes

• Hoher Blutdruck

• Rheumatoide Arthritis.

Weiterhin haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit des Verlusts von einem Vorderzahn viel größer als das Risiko für die Backenzähne ist. Wie Sie an der Übersicht erkennen, können wir manche Faktoren wie z.B. das Alter und das Geschlecht nicht beeinflussen. Andere können wir jedoch wunderbar kontrollieren. Schließlich hängt es von ihnen ab, ob Sie rauchen und Sie sich regelmäßig um Ihre Zähne kümmern.

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Zahnverlust

Die Liste mit den Risikofaktoren wurde von einem wissenschaftlichen Team ausgestellt, das von Khalaf Al-Shammari geleitet wurde. Er ist Doktor in Zahnmedizin und ehemaliger Mitarbeiter am landwirtschaftlichen Ministerium in Kuwait. Die Untersuchung umfasste Patienten mit entfernten Zähnen an 21 staatlichen Kliniken und privaten Zahnarztpraxen in Kuwait. Die Gesamtanzahl der Patientin beträgt 1775 und die Anzahl der entfernten Zähne knapp 3700. Bei 14 Patienten wurden alle Zähne gezogen.

Zahnfleischprobleme als größte Ursache für den Zahnverlust

Zahnfleischprobleme erwiesen sich als die meistverbreitete Ursache für Zahnverlust. Außerdem wurde klar, dass die Gefahr von Zahnverlust bei Männern viel höher als bei Frauen ist. Weiterhin kam es dazu viel öfter in einem Alter ab 35. 3 von 10 Patient waren Raucher oder ehemalige Raucher. Es gibt einen Verdacht auf einen noch stärkeren Zusammenhang zwischen dem Konsum von Tabakprodukten und dem Zahn-Verlust. Weitere wissenschaftliche Forschungen auf diesem Gebiet sind deswegen dringend notwendig.

Ergebnisse der schlechten Zahnpflege

40 % der Patienten haben angegeben, dass sie bisher niemals professionelle Zahnarzthilfe aufgesucht hatten. Nur 13% haben solche innerhalb der sechs Monate vor dem Herausziehen des Zahnes bekommen. 60 % putzen selten oder niemals ihre Zähne. Nur 16% der Patienten machen ihre Zähne mit der Zahnbürste zweimal täglich sauber.

Zusammenhang zwischen dem allgemeinen gesundheitlichen Zustand und dem Zahn-Verlust

Viele Patienten hatten andere ernste gesundheitliche Probleme. Ein Fünftel davon hatte mit den Folgen der beiden Arten von Diabetes zu kämpfen. Man weiß bereits, dass Diabetes und Zahnfleisch Probleme sehr stark zusammenhängen.

Mehr als 10 % der Patienten leiden an hohem Blutdruck. Auch frühere wissenschaftliche Forschungen entdeckten einen Zusammenhang zwischen den Zahnfleisch Problemen und dem hohen Blutdruck. Wie direkt und ausschlaggebend er in der Tat ist, muss man unbedingt in weiteren Studien untersuchen.

Die Studie von Al-Shammari und seinen Kollegen weist ebenso eine Verbindung zwischen rheumatischer Arthritis und den Problemen mit Zahnfleisch, bzw. mit dem Verlust der Zähne nach.

Die Ergebnisse in einem globalen Kontext

Könnte man davon ausgehen, dass diese Ergebnisse aus Kuwait auch für andere Länder und Regionen gelten würden? Das ist laut der Meinung des Studienteams durchaus der Fall. Der Grund ist, dass ähnliche Untersuchungen aus anderen Ländern viele Gemeinsamkeiten mit den Ergebnissen dieser Untersuchung zeigten.

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