Neue Zahnimplantate mit integrierten Behältern reduzieren das Entzündungs-Risiko

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Zahnimplantate
Datei: 17815755 | Urheber: alexmit | 123rf

Ein multidisziplinäres Forschungsteam entwickelte ein dentales Implantat mit integriertem Behälter mit Medizin. So beugt man Infektionen vor und bekämpft diese auch.

Die Mikroorganismen in unserer Mundhöhle

In unserem Mund empfinden sich Mikroorganismen verschiedenster Art. Manche von diesen enthalten bakteriellen und fugalen Pathogenen. Dank dieser könnten sich schnell die sogenannten Biofilme bilden, die gegen antimikrobielle Arzneimittel, wie zum Beispiel Antibiotika, Resistenz zeigen.

Infolgedessen gibt es große Gefahr vor Entzündungen, die wiederum den Abfall von Zahnimplantaten verursachen könnten.

Das neue Produkt von KU Leuven

Wissenschaftler aus KU Leuven haben ein neues Dental- Implantat entwickelt. Mit diesem wird die Gefahr vor Entzündungen wesentlich reduziert. An der Zahnkrone wurde ein Behälter eingebaut. Dieser kann mit Arzneien gefüllt werden. Das Implantat besteht aus porösem Komposit-Material. Die Arzneien verbreiten sich von seinem Inneren zu den Außenseiten, die direkt mit den Knochenzellen verbunden sind.

Experimente im Labor

Das Produkt wurde mehrfach im Labor getestet. Man hat zum Beispiel ausprobiert, ob die Verbreitung der Arzneien auch gut bei der Benutzung von Chlorhexidin funktioniert. Dies ist nämlich eins der stärksten Wirkstoffe, die in Mundspülungen benutzt werden. In der Studie wurden die Zähne mit den Bakterien Streptococcus mutans angegriffen. Es hat sich herausgestellt, dass wenn der Behälter mit Chlorhexidin gefüllt ist, sich an der Außenseite keine Biofilme mehr bilden. Außerdem konnten solche, die sich vor der Füllung des Behälters gebildet haben, eliminiert werden.

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