Bundeszahnärztekammer fordert strengere Regeln für zuckerhaltige Softdrinks

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Dateinummer: 339116 | Urheber: Sarah Takforyan | Unsplash

Es soll eine Sonderabgabe einiger Getränke, unter anderem der beliebten Softdrinks, in Deutschland geben. So lautet die aktuelle Stellungnahme von Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Diese wurde den Verbraucherschutzministern vorgestellt, die sich vor Kurzem auf einer gemeinsamen Tagung versammelten.

Der Anteil an diesem schädlichen Inhaltsstoff soll wesentlich reduziert werden, besonders wenn es um Produkte geht, die hauptsächlich von Kindern verzehrt werden. Weiterhin soll man zusätzliche Einschränkungen für die Bewerbung solcher Getränke einführen.

Zucker und Gesundheitsrisiken

Knapp 40 kg Zucker werden von jedem Deutschen im Rahmen eines Jahres verzehrt. Dabei sind die hohen Risiken, die mit dem Konsum von diesem Inhaltsstoff in Verbindung stehen, mehrfach von gesundheitlichen Studien nachgewiesen worden. Übrigens liegt dieser Konsum weit über der empfohlenen Obergrenze, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestimmt wurde. Unter anderem bringt der hohe Zuckerverzehr immense Gefahren für die Kinder- und Erwachsenenzähne mit sich. Frühzeitige und oft vorkommende Karies gehören dazu.

Bei den Kindern macht sich dieses Problem mittlerweile besonders bemerkbar. Die Karies kommen in einem viel früheren Alter als es zuvor üblich war, vor. Dabei hat man viele positive Beispiele in anderen Ländern, denen man folgen kann. So etwa gibt es in einigen solchen den Begriff „Zuckersteuer“. Diese ist mit den höheren Produktionskosten von Lebensmitteln, die diesen Inhaltsstoff enthalten, verbunden. Dr. Peter Engel, der zurzeit die Bundesärztekammer leitet, ist eindeutig dafür, dass in Deutschland eine ähnliche Politik eingeführt wird.

Zur Zuckersteuer

Die Zuckersteuer, von welcher gerade die Rede war, wurde bereits in Großbritannien eingeführt. Damit sollte der Verbrauch von diesem schädlichen Inhaltsstoff in der Nahrungsmittelindustrie deutlich eingeschränkt werden. Das Ergebnis steht fest: Der Inhalt von Zucker in den Getränken in Großbritannien ist zweifach kleiner als dieser in den Softdrinks in Deutschland.

Eingeführt wurde diese Steuer aufgrund der guten Ergebnisse ebenfalls in einer Reihe von anderen Ländern auf der ganzen Welt. Dazu gehören unter anderem Irland, Frankreich und Südafrika.

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