Neue Erkenntnisse für die Behandlung einer Lippenspalte

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Dateinummer: 41614423 | Urheber: Ferenc Jeges-Varga | Quelle: 123RF

Die Lippenspalte ist ein Defekt, mit dem viele Kinder geboren werden. Neue Studien zeigen, dass sich die Eltern von Kindern mit einer Lippenspalte auf Dauer keine Sorgen machen müssen. Leider gilt das gleiche nicht für die Gaumenspalte, so die Meinung norwegischer Forscher.

Im ersten Fall bildet sich eine Spalte am Gewebe, das zur Zerstörung der Ganzheit der Unterlippe führt. Die Gaumenspalte kommt dann zustande, wenn das Gewebe auf der Mundoberfläche während der Schwangerschaft nicht komplett verschließt.

Die Forscher haben herausgefunden, dass die mit Lippenspalte geborenen Kindern genauso große Chancen haben, gesund zu bleiben wie alle anderen. Allerdings gibt es bei der Gaumenspalte eine viel größere Gefahren von vorzeitigen Todesfällen oder verschiedenen krankhaften Zustände. Bei dieser Risikogruppe kann es zu einer geistigen Behinderungen, Authismus und Lernstörungen kommen.

Einwände gegen die Studie

Ein wesentlicher Einwand gegen diese Studie ist die relativ kleine Anzahl von Personen, bei denen es zu einem vorzeitigen Todesfall oder die Entwicklung von geistigen Problemen gekommen ist. Es kann aber eine Verbindung zwischen der Gaumenspalte und dem Risiko einer Vorentwicklung gesehen werden. Laut Dr. Erik Berg wäre es sehr hilfreich, die Gaumenspalte vor der Geburt durch Ultraschall festzustellen. Solche Ergebnisse wären sehr hilfreich für die Beratung von künftigen Eltern.

Die Basis der Studie

Für diese Studie wurden Information über ungefähr 1,5 Millionen Neugeborenen in den Jahren zwischen 1967 und 1992 gesammelt. Ungefähr 2000 davon hatte entweder eine Lippen- oder Gaumenspalte. Die Entwicklung wurde bis 2010 nach verfolgt, also bis in das Alter zwischen 18 und 43 Jahren. Die endgültige Analyse hat 2300 Babys mit einer Spalte und 1,4 Millionen ohne eine solche eingeschlossen. Die Studienergebnisse wurden am 26.08 in der spezialisierten Zeitschrift JAMA Pediatrics veröffentlicht.

Die Behandlung von Patienten mit Lippen- oder Gaumenspalten

Die Lippen- und Gaumenspalten werden sehr unterschiedlich behandelt, weil es keine allgemeinen Richtlinien für die Erteilung gibt. Laut Dr. Kelly Evans kommt eine der beiden Diagnosen bei einer von 700 Personen vor. So die Meinung des stellvertretenden Assistenzprofessors der Fakultät für Pädiatrie an der University of Washington in Seattle.

Trotz der Verbreitung der Spalten an den Lippen oder am Gaumen gibt es wenige Untersuchungen zu diesem Thema. Man weiß nicht viel über die effektive Behandlung dieses Problems. Deswegen sieht die Vorgehensweise von Krankenhaus zu Krankenhaus sehr unterschiedlich aus.

Dr. Evans ergänzt weiterhin, dass wir sehr wenig über die gesundheitliche Entwicklung von Menschen mit solchen angeborenen Problemen Bescheid wissen. Man müsse herausfinden, ob die Behandlung in der Kindheit auf Dauer positive Folgen habe.

Ziel der Studie war es also, das Bewusstsein und die Kenntnisse über diese Krankheit zu erweitern. Außerdem müsse man einen Weg finden, dass die betroffenen Patienten einen leichteren Zugang zur passenden Behandlung haben.

Die Ursachen für beide Zustände ist bisher nicht bekannt. Doch es ist wichtig zu wissen, dass gewisse potenzielle Probleme existieren. So können sie identifiziert und behandelt werden. Wie Dr. McCabe logisch schließt, muss nicht jedes Kind mit Gaumenspalte ein Problem haben. Aber es gibt ein erhöhtes Risiko dafür.

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