Mundatmung: Symptome, Komplikationen und Behandlung

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Dateinummer: 47505630 | Urheber: Ion Chiosea | Quelle: 123rf

Die meisten Menschen machen sich keine Gedanken darüber, wie oft sie eigentlich atmen. Außerdem sehen wir es als selbstverständlich an, dass sie das durch die Nase tun. So wird die Luft, die eingenommen wird, gereinigt und auch aufgewärmt. Allerdings gibt es ebenfalls Menschen, die meistens durch ihren Mund atmen. Das nennt sich Mundatmung. Bei manchen Menschen passiert das die ganze Zeit, während andere durch ihren Mund nur in der Nacht atmen.

Manchmal ist die Mundatmung nur ein Symptom für eine Krankheit, die vorübergehend ist. Zum Beispiel für eine Erkältung. Das ist kein so schwerwiegendes Problem. Wird die Mundatmung dagegen chronisch, kann das unangenehme gesundheitliche Folgen haben. Es gibt Medikamente und Trainings, welche zur üblichen Art der Atmung zurückführen.

Hier ist die Liste mit möglichen Ursachen für Mundatmung. Und sie schließt nicht einmal alle Möglichkeiten mit ein:

• Allergien

• Asthma

• Chronische Erkältungen

• Verkrümmung der Nasenscheidewand

• vergrößerte Mandeln und Polypen

• Polypen in den Nebenhöhlen

• Angeborene Anomalien

Welche Probleme können aus der Mundatmung erfolgen?

Die Mundatmung kann auf Dauer zu Asthma führen. Die eingeatmete Luft wird weder feucht noch warm. Das führt zu Irritationen. Manche Krankheiten wie etwa die obstruktive Schlafapnoe können durch die Mundatmung verschlechtert oder verursacht werden.

Die Symptome

Oft erkennt man die Mundatmung an der Erscheinung der Person. Solche Menschen haben immer einen leicht geöffneten Mund. Außerdem macht man beim Essen mehr Geräusche als üblich. Es ist halt sehr schwierig, gleichzeitig durch den Mund zu atmen und zu essen.

Ein weiteres unangenehmes Symptom ist der schlechte Mundgeruch. Er ist eine Folge der Austrocknung des Mundes und der Zähne. Laut einer Studie haben 50% der Menschen, die durch den Mund atmen, immer einen schlechten Mundgeruch. Nur 20% der Personen mit Mundatmung haben keinen.

Weitere mögliche Symptome, bzw. Folgen aus der Mundatmung sind schwerwiegenden Probleme mit den Zähnen. Es werden viele Fehlstellungen dadurch verursacht. Kieferschmerzen und Zähneknirschen sind ebenfalls sehr wahrscheinlich. Fehlstellungen im Gebiss sind möglich.

Heiserkeit

Die Mundatmung kann die Luftwege abtrocknen. Infolgedessen klingt die Stimme sehr heiser.

Lispeln

Manche Sprachfehler, wie etwa das Lispeln, werden sehr oft mit Mundatmung in Verbindung gebracht. Dabei hat man Probleme mit dem Aussprechen des Buchstaben „S“.

Mehrere Studien zeigen, dass Kinder mit Mundatmung Veränderungen in der Entwicklung des Kiefers aufweisen. Oft haben sie verlängerte Gesichter und Kiefer, die nicht wirklich aufeinander liegen.

Mögliche Komplikationen

Chronische Mundatmung wird mit sehr vielen Krankheiten in Verbindung gebracht. Diese sind unter anderem:

• Größeres Risiko vor Komplikationen bei den Zähnen

• Höhere Wahrscheinlichkeit für Schnarchen und Schlafapnoe-Syndrom

• Probleme mit den Kiefergelenken

• Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken

• Zähne, die nicht genau aufeinander passen

• Verschlechterung der Symptome von Asthma

Die Diagnose bei einem Arzt

Bevor Ärzte die Diagnose stellen, fragen sie vieles zur Geschichte Ihrer Krankheiten ab. Versuchen Sie sich im Voraus daran zu erinnern, wann sie begonnen haben, durch den Mund anstatt durch die Nase zu atmen. Außerdem ist es wichtig, sich selber zu beobachten und herauszufinden, was die Symptome verschlechtert oder lindert.

Untersucht werden der Mund und die Nase des Patienten. Man beobachtet die Atemmuster und sucht nach Anschwellungen und anderen Abweichungen vom normalen Zustand der Gewebe im Mund und Nasenbereich. Durch weitere Tests und Untersuchungen kann genauer herausgefunden werden, ob die Zunge und die Nase ihre Funktionen korrekt erfüllen. Auch Schlafstudien werden oft unternommen.

Die Behandlung von Mundatmung

Die Behandlung der Mundatmung hängt natürlich sehr stark mit den Ursachen zusammen. Wenn man etwa herausfindet, dass es eine physische Ursache für den Zustand zeigt, dann versucht man diese zu korrigieren. Wenn es sich wiederum nur um eine ungesunde Gewohnheit handelt, dann erhält man ein Training für die Veränderung. Es gibt viele Übungen, wie etwa Yoga oder andere Praktiken, die man dabei einsetzen kann.

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