Neue Studie aus Pennsylvanien weist den Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes nach

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Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes
Dateinummer: 48173498 | Urheber: PENCHAN PUMILA | Quelle: 123rf

Innerhalb einer neuen Studie haben Forscher herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen den Mikroben, die Paradontitis verursachen, und Diabetes gibt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der wissenschaftlichen Ausgabe Cell Host & Microbe.

Die Entdeckungen basieren auf einem Experiment mit Mäusen. Sie wurden mit den oralen Mikroben angesteckt, die Parodontitis verursachen. Man hat herausgefunden, dass sie bei diesen Tieren zu Entzündungen und Knochenverlust geführt hat.

Bisher gab es keine Nachweise dafür, dass Diabetes die Mundbakterien beeinflusst. Das behauptet Dana Graves, die leitende Autorin der neuen Studie und Vicedecan für Forschung und Stipendien am Penn Dental Medicine (Pennsylvanien). Doch ihre Ergebnisse sind nicht ausreichend für endgültige Schlussfolgerungen, behauptet weiterhin die Forscherin.
Zwei große amerikanische Organisationen kamen vor zwei Jahren mit der Stellungnahme heraus, dass es nicht zwingend eine Verbindung zwischen Diabetes und den Mundbakterien gibt. Doch Graves und ihre Kollegen waren dieser Meinung gegenüber sehr skeptisch und sie wollten sich mit der Frage näher beschäftigen.

Dann begannen sie mit dem Experiment mit den Mäusen, die mit Diabetes 2 angesteckt worden. Graves sagt dazu, ihre Motivation war der Glauben, dass es bisher keine passende Forschung dazu gab. Also hat sie sich entschieden, eine solche durchzuführen.

Beteiligte Wissenschaftler an der Studie

Mehrere Wissenschaftler aus Universitäten auf der ganzen Welt waren an der Studie beteiligt. Das waren unter anderem Kyle Bittinger aus dem Kinderkrankenhaus in Philadelphia. Sie beteiligte sich an den Mikrobiom Untersuchungen, zusammen mit E Xiao aus der Universität in Peking. Er wurde wiederum in seiner Arbeit von Wissenschaftlern aus den Universitäten in Sao Paulo, Sichuan und den Staatsuniversitäten auf den brasilianischen Provinzen Minas Gerais und Capinas unterstützt.

Die Autoren haben sich auch von einem Experten aus dem Veterinären Zentrum in Pennsylvanien beraten lassen. Die Abmessungen von den Knöcheln wurden im örtlichen Zentrum für muskuloskeletale Krankheiten durchgeführt.

Der Verlauf der Untersuchung

Die Studie begann mit dem Vergleich zwischen den Mikrobiomen von gesunden und kranken Mäusen. Man fand heraus, dass diese vor dem Anstecken mit Diabetes 2 vergleichbar waren. Sobald aber die eine Gruppe hyperglykämisch wurde, stieg bei dieser die Anzahl der pathogenen Mikroben extrem.

Die Mäuse mit Diabetes hatten auch weitere Symptome. Sie haben einen Teil der Kieferknochen verloren. Weiterhin erhöhte sich das Niveau vom IL-17, einer Moleküle, die für die Arbeit vom Immunsystem und den Entzündungen zuständig ist. Diese brachte man bei Menschen mit der Entwicklung von Diabetes in Verbindung.

Die Schlussfolgerung

Diese Schlussfolgerungen beweisen die Verbindung zwischen Diabetes und dem Paradontitis. Das reicht aber nicht aus, um das Erste eindeutig als Ursache fürs Zweite anzunehmen. Um direkte Beweise dafür zu haben, übertrugen die Forscher die Mikroorganismen von den kranken Tieren auf solche, die ohne Ausstellung aber die gleichen Bakterien gewachsen sind. Auch bei dieser Gruppe von Tieren kam es zu Verlust der Kieferknochen. Die Tatsache, dass man durch Übertragung von diesen Bakterien so schnell Kieferknochen Verluste verursachen konnte, war der gesuchte Beweis.

Wie genau wirken die Bakterien?

Es wurde also nachgewiesen, dass die Diabetes-Mikroben wirklich zu Parodontitis führen. Nun wollten die Wissenschaftler genauer wissen, wie es dazu kommt. Sie haben vermutet, dass der Entzündungszytokin und speziell IL-17 eine wesentliche Rolle dabei spielte.

Die Forscher haben erneute Versuche für Übertragung von Mikrobiomen durchgeführt. Die Tiere, die bereits Diabetes 2 hatten, wurden mit IL-17 Antikörpern infektiert. Erst dann wurden die krankhaften Mikrobiomen von diesen auf weitere gesunde Tiere übertragen. Diese letzte Gruppe weist Kieferknochen-Verlust in einem viel kleineren Masse auf.

Alle Ergebnisse aus der Studie zeigen eindeutig, dass die durch Diabetes verursachten Veränderungen der oralen Mikrobiome zu Entzündungsprozessen und einem daraus folgenden Knochenverlust führen. So die Autoren. Obwohl die Behandlung gegen IL-17 effektiv diesen Prozess beeinträchtigte, kann man bisher auf dieser Basis nur schwer eine therapeutische Strategie für Menschen entwickeln.

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