Parodontale Bakterien könnten die Empfängnis bei Frauen erschweren

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Parodontose-Bakterien und Schwangerschaft
Dateinummer: 35560931 | Urheber: subbotina | Quelle: 123rf.com

Laut einer Studie an der Universität in Helsinki könnte ein sehr verbreiteter Pathogen die Empfängnis bei Frauen negativ beeinflussen. Das kann man als eine ganz neue Erkenntnis bezeichnen. Zwar hat man bereits den Zusammenhang zwischen pathogenen Bakterien und der allgemeinen Gesundheit festgestellt. Aber konkret der Einfluss auf die Chancen auf Schwangerschaft wurde bisher nicht in Betracht bezogen.

Studie

An der Studie haben 256 gesunde, aber nicht schwangere Frauen teilgenommen. Das durchschnittliche Alter lag bei knapp unter 30 Jahren. Die jüngsten Teilnehmer waren 19 und die ältesten 42. Alle stammten aus Südfinnland und sind für die allgemeine Gemeinschaft repräsentativ.

Durchgeführt wurden klinische orale und gynäkologische Untersuchungen.
Man hat eindeutig festgestellt, dass Frauen mit einem wesentlichen Anteil an Porphyromonas gingivalis (die Bakterie, die mit Parodontitis assoziiert wird) schwieriger schwanger werden als andere. Die Ergebnisse sind unabhängig von anderen Risikofaktoren wie etwa Alter, Rauchen, sowie anderen sozioökonomischen Faktoren.

Zahnpflege im jungen Alter ist wichtig

Die Studie wurde an der Universität von Helsinki durchgeführt. Eine der Wissenschaftlerinnen, die an der Studie teilgenommen haben, nennt sich Susanna Paju. Sie fasst zusammen, warum die Studie so wichtig ist. Die Ergebnisse sollen junge Frauen dazu motivieren, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen und ihre Gesundheit zu pflegen.

Die Studie entdeckt nicht die genauen Ursachen für die Probleme mit der Schwangerschaft im Allgemeinen. Jedoch identifiziert sie bestimmte Bakterien als einen zusätzlichen negativen Faktor bei Problemen mit der Schwangerschaft und zeigt, dass weitere Studien in dieser Richtung nötig sind.

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