Die Zukunft des manuellen Vorgehens: Beispiel Veneers

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Manuelle Adhäsion von Veneers
Dateinummer: 74741602 | Urheber: alexmit | Quelle: 123rf

Behandlungsmethoden, die das Zahnfleisch schonen, sind zurzeit ein sehr aktuelles Thema. Sie werden besonders intensiv im Zusammenhang der Adhäsivtechnik betrachtet und mit super innovativen Keramiklösungen kombiniert. Der Prozess ist zu einem großen Teil automatisiert, doch für die perfekten Ergebnisse braucht man immer noch manuelle Arbeiten: Nur so sorgt man für Exaktheit. Das gilt für alle Lösungen im ästhetischen und minimalinvasiven Bereich. Wie wichtig das ist, lässt sich am Beispiel der keramischen Veneers wunderbar erklären.

Die Vorteile der keramischen Veneers

Der erste große Vorteil der keramischen Veneers ist das Reduzieren der Schichtstärken. Die benötigte Inversion ist manchmal so klein, dass man sie additiv anbringen kann. Besonders passend sind sie für den vorderen Bereich, da die Zähne dort entscheidender als die anderen sind. Der endgültige Erfolg hängt allerdings mit dem Erkennen der Wünsche und Erwartungen der Patienten zusammen. Diesen sollten möglichst gut die verschiedenen Möglichkeiten erklärt werden. So hat die zu behandelnde Person einen möglichst großen Einfluss auf den Prozess: die Wahrscheinlichkeit auf Zufriedenheit steigt. Schließlich sollte man unter den innovativen technischen Vorgehensweisen und modernen Materialien die passendsten für jeden einzelnen Fall aussuchen.

Die Vorbereitung auf den Einsatz von keramischen Veneers

Die Vorbereitung auf den eigentlichen Einsatz von Veneers schließt vorsichtige Planung und Analyse ein. Vor allem in dieser Phase kommen technische Mittel zur Hilfe.

Meistens erfolgt die erste Analyse in einem Articulator. Anschließend geht man zum Patienten über. Man bestimmt in beiden Fällen die Okklusion und Funktion in dynamischem und statischem Zustand. Anhand der Ergebnisse formuliert man eine möglichst optimale Zielsetzung. Im Idealfall sollten sich die Zähne an den Backen und den Vorderseiten gegenseitig schützen. Man versucht, eine möglichst gut funktionierende Vertikaldimension zu erreichen.

Digitale Methoden und Tools

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen digitalen Tools, die in der Vorbereitungsphase zum Einsatz kommen. Meistens werden damit Videoaufnahmen und Portraits gemacht. Sie werden für die Wax-Ups und die darauf aufbauende Diagnostik verwendet.

Die digitalen Tools sparen Zeit und sind besonders hilfreich, wenn die Praxis für den Patienten nicht leicht erreichbar ist. Durch die Messenger-Dienste kann man bereits einen großen Teil der Planung leisten. So werden die Patienten viel weniger Zeit in der Praxis verbringen.

Die Schonung vom Schmelz

Zurzeit ist die Schonung vom Schmelz das Thema Nummer eins beim Einsatz von keramischen Veneers. Damit hängt auch zum großen Teil ihr langfristiger Erfolg zusammen. Die bisher eleganteste Technik ist APT – die Abkürzung steht für aesthetic pre-evaluative temporary. Man arbeitet dabei mit Mock Ups, um eine Markierung in der Tiefe zu realisieren. Mit dieser Technik wird der Prozess am besten kontrolliert und der Zahnschmelz erhalten.

Die Veneers Vorbereitung im Vergleich zu ähnlichen Techniken

Die Veneer-Präparation ist eine von mehreren Restaurationen der indirekten Art, die durchgeführt werden können. Nach vielen Kriterien erweisen sie sich als die bestmögliche Lösung für die Patienten. Das hat man innerhalb von mehreren unterschiedlichen In-Vitro-Studien festgestellt. Man hatte die Möglichkeit, einen wesentlich höheren Anteil der Zahnsubstanz zu erhalten. Werden sie weiterhin auf purem Schmelz eingesetzt, sind sie viel bruchfester als alle anderen Lösungen.

Die große Bedeutung von Wachsmodell

Ein Wachsmodell kann zwar mit Hilfe von digitalen Technologien erstellt werden, allerdings ist es sicherlich nicht ohne die exzellenten Fähigkeiten von einem Zahntechniker möglich.

Normalerweise erstellt man in der ersten Phase drei oder mehrere Modelle, welche kleine Unterschiede untereinander aufweisen. Dann kommt es zur Fertigung vom Mock Up. Das erfolgt in direktem Kontakt mit dem Zahntechniker. Zur perfekten Kontrolle der Qualität werden an dieser Stelle wieder Bilder und Videos aufgenommen.

Die eigentliche Präparation

Die neuesten Studien haben gezeigt, dass Misserfolge beim Einsatz von keramischen Veneers vor allem auf ganz kleine Fehler am Rand-Interface zurückzuführen sind. Deswegen ist man in der Präparationsphase besonders wachsam in Hinsicht auf kleine Brüche und Debonding. Weiterhin kann man das Offenlegen des Dentins als großen Risikofaktor für bestimmen. Die Tiefe der Präparation ist ein wichtiger Faktor. Um eine Langlebigkeit der keramischen Veneers zu sichern, sollte man ebenfalls die Inzisalkante absichern. In manchen Fällen müssen diese unbedingt einbezogen werden. Ist das unvermeidbar, sollte man auf die palatinale Hohlkehlpräparation verzichten.

Die Entscheidung für eine Farbe

Ist man einmal mit der Präparationsphase durch, kommt es dazu, eine passende Farbe auszuwählen. Diese Aufgabe sollte am besten vom Zahntechniker selbst übernommen werden. Wenn er nicht persönlich dabei sein kann, dann benötigt man einmal mehr Bilder und Videoaufnahmen. Die Farbe vom Stumpf ist meist ausschlaggebend. Wenn es keine große Verfärbungen gibt, dann sind sie der Ausgangspunkt für die Keramikschichtung. Bei der Bestimmung der Größe und der Form vom Wax-Up geht man ebenso vom Stumpf aus.

An dieser Stelle in der Präparation zeigen sich viele weitere Vorteile der keramischen Veneers. Da die Schichtstärken sehr gering sind und das Auftragen selektiv erfolgen kann, kann man leicht einen sehr natürlich wirkenden Effekt erreichen.

Das bisher Gesagte gilt vor allem für die Herstellung dicker Veneers. Die dünnen stellen immer noch eine große Herausforderung hinsichtlich der Digitalisierung des Prozesses dar.
Im Allgemeinen hat man es in diesem Bereich jedoch mit großen Fortschritten zu tun. Die keramischen Veneers profitieren unter anderem stark von der Verbesserung der Eigenschaften der Adhäsivsysteme und der Materialien. Vieles spricht dafür, dass sie sich ab jetzt für längere Zeit als die modernste Restaurationsmethode schlechthin etablieren werden.

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